Thursday 17. May 2012
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Metallapplikationen

An der Fertigung des eingelegten Frieses, der Zierleisten, der korinthischen Kapitelle, des Strahlenkranzes und der Säulenbasen aus vergoldetem Kupfer waren zahlreiche Wiener Gold- und Kupferschmiede beteiligt, wobei teilweise arbeitsteilig vorgegangen wurde und beispielsweise die Treibarbeit in Kupfer und die Feuervergoldung von verschiedenen Betrieben ausgeführt wurden. Die Gesamtforderung der Goldschmiede belief sich auf 7.310 Gulden.

Die Oberflächen waren durch oftmaliges unsanftes Reinigen zerstört, in den Ritzen und Spalten zwischen Stein und Metall hatten sich massive Staubgespinste und sandige Klumpen abgelagert. Um die verkrusteten Putzmittelrückstände vor allem in den Hinterschneidungen und Zwischenräumen entfernen zu können, wurden so weit dies möglich war die Einzelteile vom Stein demontiert und sorgfältig gereinigt. Fehlende Teile wurden auf galvanoplastischem Weg ergänzt und vergoldet.

Stuckdekorationen

Nachdem die gesamte Kirche zwischen 1649 und 1672 stuckiert und freskiert worden war, wurde in Zusammenhang mit der Errichtung des Hochaltares dessen Hintergrund als integraler Bestandteil in diesen mit einbezogen, der Stuck überarbeitet und die Wandmalerei ergänzt. Die Scheinarchitektur des Pilastergeschosses, welche den Hochaltar nach vorne und nach oben abschließt, wurde von den Grazer Stuckatoren Domenico Bosco und Carlo Francesco Casagrande ausgeführt. Als Bestandteil der Engelsglorie wurden einige Wolken in Stuck ausgeführt, andere als Wandmalerei. Die Fensterlaibung des Oberfensters wurde auf Untersicht stuckiert und vergoldet.

Wie in der gesamten Basilika war auch dieser Bereich von einer dicken, fest haftenden Rußschicht bedeckt und dadurch die Farbwirkung schwer beeinträchtigt. Im Zuge der Restaurierung durch Hubert Schwarz wurden die Oberflächen gereinigt, instabile Bereiche gefestigt und hinterfüllt sowie Fehlstellen gekittet und in "tratteggio" Methode retuschiert.

Steinrestaurierung und Rekonstruktion des Fußbodens

Wie in der gesamten Basilika wurde auch im Bereich des Hochaltares der originale Steinfussboden 1908 durch einen gemusterten Klinkerboden ersetzt und dadurch die großzügige Wirkung des Altares beeinträchtigt. Auf der Grundlage von historischen Fotos aus dem Ende des 19. Jhts. war eine Rekonstruktion des ursprünglichen schachbrettartig verlegten, schwarzen-weißen Marmorbodens möglich. In Norddeutschland konnten schließlich alte, im Format entsprechenden Steinplatten besorgt werden, die im Hochaltarbereich verlegt wurden.
© Paul Ott, Graz

Das Hl. Grab

In alten Beschreibungen der Basilika fand sich der Hinweis auf ein hinter dem Hochaltar eingebautes Heiliges Grab, das nach einigem Suchen in einem Nebenraum des Geistlichen Hauses fast vollständig erhalten - wenn auch in schlechtem Zustand - aufgefunden wurde.

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2011 © Wallfahrtskirche Basilika Mariazell, A - 8630 Mariazell, +43(0)3882 / 2595, Fax +43(0)3882 / 2595 - 20, office@basilika-mariazell.at
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