Saturday 18. May 2013
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Grüß Gott aus Mariazell!

Herzlich und dankbar grüße ich Sie aus Mariazell!


Das Wallfahrtsjahr 2011 war ein ganz besonderes Jahr im Laufe der letzten 20 Jahre. Noch nie habe ich ein Jahr vorher erlebt, das, wie das abgelaufene, so reich von Wallfahrern und Pilgern besucht war. Besonders der Spätsommer und Herbst waren voll von Pilgern und Wallfahrtsgruppen. Die Besucher werden immer internationaler. Dafür sind wir sehr dankbar.


Das ist auch mit ein Grund, dass es uns heuer nicht gelungen ist, bisher einen Bittbrief auszusenden. Damit ist uns viel an finanzieller Hilfe entgangen, die wir dringend für die aufwendige Renovierung und Restaurierung der Hl. Brunn-Kapelle und für notwendige Erhaltungsarbeiten im Gesamtbereich brauchen. Deshalb bitte ich Sie aufrichtig: Helfen und unterstützen Sie uns großzügig!


Die adventliche und weihnachtliche Zeit hat in Mariazell ein besonderes Gepräge. Die tägliche Rorate spricht viele Menschen an und nicht wenige Läufer bringen das Licht von Mariazell zu vielen Menschen. Möge das Licht der Hoff nung, der Zuversicht, des Friedens auch in Ihrem Herzen leuchten. Das möchten wir hier für Sie alle erbitten für den Advent, für das kommende Weihnachtsfest und für das Jahr 2012.


In dankbarer Verbundenheit,

P. Karl Schauer OSB, Superior

 


Helfen Sie mit - jeder Euro zählt!

 

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Ein "Schutzkragen" für die Hl. Brunn-Kapelle
Unter diesem Leitmotiv muss man den Gedanken für den Entwurf dieser Kapelle an der Hl. Brunn-Quelle, situiert an der Schnittstelle zwischen dem Ort Mariazell und der umliegenden Naturlandschaft am Fuße der Bürgeralpe, sehen.


In den fast 300 Jahren ihres Bestehens wurde bei kommunalen Baumaßnahmen wie Kanal- und Straßenprojekten nicht gerade zimperlich mit der Kapelle umgegangen.
Nach Nordosten hin wurde die Bestandswand für die Schaffung von Parkierungsflächen bis zu 3 m eingeschüttet. Um dem nun einwirkenden Erddruck standzuhalten, wurde mit „brachialer“ Betonarbeit eine Art unterirdischer Raum geschaffen, dessen Decke sich wie eine Risswunde in die Bausubstanz grub.
Kanalleitungen unterschiedlichster Ausprägung und Inhalts wurden wiederholt so verlegt, dass das anstehende Erdreich als Drainkörper benutzt wurde und so die Bausubstanz über Jahrhunderte durchfeuchtet und geschädigt wurde.


Abgesehen von dieser Substanzschädigung wurde der Kapelle damit auch die „Luft“ zum Atmen genommen. Es fehlte der Freiraum um diesen Sakralbau. Die Asphaltbänder der Wege „umschnürten“ die Kapelle wie eine Krawatte den Hals. Die Anordnung des Brunnens an der Nordwestseite und die Sockelausbildungen zeugen davon, dass es hier einmal mehr Platz gegeben haben muss.


Die Idee und Überlegung waren, eine Stützwand als eine Art „Halskrause“ oder „Stehkragen“ um die Kapelle zu ziehen: am Fußpunkt so weit distanziert, dass ein Umschreiten der Kapelle wieder möglich ist. Die Stützwand stemmt sich mit einer Neigung gegen den Hang und erreicht so nach oben hin mehr Distanz. Der Mauerkronenverlauf folgt im fließenden Schwung der über die Jahrhunderte gewachsenen Topografie.


Die Oberfläche im Umgang und im Vorbereich der Hl. Brunn-Kapelle wurde einheitlich gestaltet und definiert so den Raum für die Kapelle in ihrem städtischen Umfeld.


Die sägerauhe Betonschalung und die bewusst gesetzten Schwundrisslinien ergeben ein Bild, bei dem die Assoziation zur Abbruchkante eines Felsens mit seinen Wasseradern durchaus erwünscht ist.

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Das Wunder vom Heiligen Brunnen
Am Anfang, als alles begann, als die Erde noch wüst und leer war und Finsternis über der Urflut lag, da schwebte Gottes Geist über dem Wasser – so berichtet uns das erste Buch Genesis (1,2). Wasser ist Leben. Ohne Wasser ist Leben nicht möglich. Aber Wasser ist nicht nur lebensnotwendig im physischen Sinn, sondern Wasser steht auch für den Geist Gottes, der den Menschen beseelt.


Auch in der Bibel taucht Wasser immer wieder an entscheidenden Stellen auf – an Wegkreuzungen, als Sinnbild der Rettung aus Not oder als Zeichen Gottes. An den Heilungswundern Jesu zeigt sich immer wieder die reinigende Wirkung des Wassers.


Darum wohl lässt der Prophet Jesaia (12,3) die Geretteten singen: „Ihr werdet Wasser schöpfen voll Freude aus den Quellen des Heils“. Später dann wird der Hl. Franziskus in seinem „Sonnengesang“ Gott durch die „Schwester Quelle“ loben lassen. Im Mittelalter ist das Wasser gleichsam der Lebensborn, an dem Geschöpfe aller Art ihren Durst löschen.

 

Heute begegnen wir Wasser zumeist in der gefassten Form der Quellebzw. des Brunnens, der Wasserleitung. Der Brunnen sammelt das Wasser der Quelle und lässt es aus der Tiefe emporsteigen. Am Brunnen kann sich das Leben entscheiden und eine neue Richtung bekommen, wie dies der Frau beim Jakobsbrunnen geschenkt wurde. Darum wohl suchen auch heute noch die Menschen das Wasser, besonders dann, wenn ihm Heilkraft zugeschrieben wird.


So ist die Heilkraft des Wassers, in rechter Weise verstanden, ein Geschenk Gottes an uns Menschen, die wir in unseren Nöten oftmals ein sichtbares Zeichen für eine hinter den Dingen stehende unsichtbare Wirklichkeit brauchen: Sie ist ein Symbol der Macht und Güte Gottes, die immer in lebendiger Verbindung mit dem Glauben und dem Vertrauen der Menschen steht, die Hilfe suchen und finden.


Ein solcher Ort heilenden Wassers existiert schon seit urdenklichen Zeiten in Mariazell, unweit vom Heiligtum: die kleine Kapelle zum Heiligen Brunnen, erbaut über einer uralten Quelle, der die Menschen der Gegend nach und nach eine besondere Heilkraft – und dies sozusagen im Namen der Gottesmutter – zugeschrieben hatten. Ihr Name weist aber viel weiter zurück in die Geschichte als das Bauwerk, das wir heute noch sehen können.


Seit dem Beginn des 17. Jahrhunderts sind uns von diesem Ort immer wieder Berichte von wundersamen Heilungen – sozusagen im Namen der Gottesmutter – überliefert. Die Legende bemächtigte sich ihrer und erzählt, dass hier vor allem jene erhört wurden, deren Bitten – aus welchen Gründen immer – in der Hauptkirche unerhört geblieben waren. So wurde zum Beispiel, wie uns Othmar Wonisch in seinem Büchlein über die Gnadenbilder unserer lieben Frau in Maria-Zell überliefert, „im Jahr 1669 Johann Götzer nach einem Bade in dieser Quelle von einem Fußleiden befreit; 1676 erhielt Eva Constantinis von Komorn durch ein Bad daselbst ihre geraden Glieder wieder; um das Jahr 1682 wurde David Them aus Fulnek in Mähren vom Schwunde geheilt; ein Sohn des Georg Pierer in Aflenz erhielt die Gesundheit wieder; 1687 wusch Sabina Maurer mit dem Wasser der Quelle ihre Ohren und erlangte das Gehör wieder; 1693 reinigte sich hier Tobias Salchenbacher, Schulmeister zu Gottlesbrunn bei Bruck a. d. L., vom Aussatz.“

 

Solche und viele andere Gebetserhörungen bestimmten schließlich im Jahr 1711 Abt Anton Stroz aus St. Lambrecht, über dieser wundersamen Quelle eine Kapelle grundzulegen und zu erbauen, die er vier Jahre danach, im Jahr 1715 feierlich einweihen konnte.

 

Im Zentrum der Kapelle, auf dem Altar, hat eine gotische Muttergottesstatue aus Holz, die in ihrer äußeren Erscheinung ganz deutlich an das hochverehrte Gnadenbild der Basilika erinnert, ihren Platz gefunden, begleitet zu beiden Seiten von ihren Eltern Joachim und Anna und je zwei Engeln, die zu beiden Seiten das heilende Wasser aus silbernen Kannen in ein Marmorbecken gießen. Aus einer über dem Altar angebrachten Inschrift erfahren wir, daß die 1711 errichtete Kapelle im Jahr 1883 renoviert worden ist.

 

Um auch den des Lesens unkundigen Besuchern den Zusammenhang klar zu machen, nehmen alle Deckengemälde in unterschiedlicher Weise Bezug auf das heilende und rettende Wasser: ausgehend von dem in der Mitte über dem Wasser schwebenden Geist Gottes, dem Heiligen Geist spannt sich der Bogen von der berührenden Szene am Jakobsbrunnen über Mose, der im festen Vertrauen auf Gott Wasser aus dem Felsen schlägt und Naaman, den im Wasser des Jordans badenden König von Syrien bis hin zur Heilung des Blindgeborenen, den Jesus auffordert, sich im Teich Siloe zu waschen.

 

Ein Wasserauslaß befindet sich an der Außenseite, um auch bei geschlossener Kapelle, vor allem nächtens, auch zu dem heilenden Wasser zu kommen. Die Pilger trinken das Wasser oder füllen es ab in mitgebrachte Gefäße.

 

Und es ist auch hier so wie überall an ähnlichen Orten: wenn zu den sichtbaren und messbaren Fakten – das Wasser des Heiligen Brunnens ist rechtsdrehend – nicht der feste Glaube und das Vertrauen hinzukommt, dann wird es nichts nützen, weder dem Körper noch der Seele. Gott und auch seine Mutter kommen den Menschen auf vielerlei Weise entgegen. Wir müssen es nur gläubig zulassen.

Annemarie Fenzl

Vizepräsidentin der Vereinigung der Freunde der Basilika

 

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Jessye Norman
»The world of sacred music«

Bach | Brahms | Mozart | Ellington | Spirituals

Mittwoch, 16. Mai 2012 | 19:30 Uhr

Basilika Mariazell

Kartenreservierungen werden ausschließlich unter Tel.: +43 1 5048500 entgegengenommen.

 

2011 © Wallfahrtskirche Basilika Mariazell, A - 8630 Mariazell, +43(0)3882 / 2595, Fax +43(0)3882 / 2595 - 20, office@basilika-mariazell.at
2011 © Wallfahrtskirche Basilika Mariazell, A - 8630 Mariazell, +43(0)3882 / 2595, Fax +43(0)3882 / 2595 - 20, www.basilika-mariazell.at