 | Votivgaben heute
Abgesehen von den seit 1951 aufgelegten und eifrig benutzen „Anliegenbüchern", finden wir immer wieder handgeschriebene Zettel, Zeichnungen oder einfache Collagen - die spontan entstanden - die Ursachen persönlicher Verzweiflung der Muttergottes anvertrauen. Weiters gibt es die bewusst gestalteten und durchdachten Votivgaben in den Techniken der heutigen Zeit - Computergrafiken, auf Metall applizierte Siebdrucke und viele selbst gefertigte Basteleien. Und schlussendlich gibt es eine dritte Kategorie und das sind z.B. alte, gerahmte Öldrucke von denen man den Eindruck hat, dass sie in der Basilika hinterlegt wurden, weil man das Bild nicht entsorgen, aber auch nicht mehr in der eigenen Wohnung aufhängen wollten. Im Umgang mit diesen Votivgaben wird von Seiten der Wallfahrtsleitung nicht unterschieden, denn einerseits sind vor Gott - unabhängig des künstlerischen oder materiellen Wertes - alle Votivgaben gleich wertvoll, und andererseits: was sich in den Herzen der dahinter stehenden Menschen tut, bleibt letztlich doch verborgen.
Bildunterschrift: In Mariazell hinterlegte Briefe an die Gnadenmutter
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